Einsamkeit kann traurig machen, manchmal sogar krank. Das baden-württembergische Sozialministerium hat deshalb einen Ideenwettbewerb für Projekte gegen Einsamkeit ausgerufen. Zu den Gewinnern zählt auch die Citykirche Karlsruhe. Für das Regionale Brieffreundschafts-Netzwerk in Karlsruhe erhält sie ein Preisgeld von 28.800 Euro. Das hat das Sozialministerium kürzlich in Stuttgart bekannt gegeben.
Das Regionale Brieffreundschafts-Netzwerk ist eines von 35 Vorhaben, die aus 323 Bewerbungen ausgewählt wurden. Insgesamt unterstützt das Land die siegreichen Projekte mit 875.000 Euro. Die Karlsruher Landtagsabgeordneten Dr. Ute Leidig und Benjamin Bauer freuen sich mit den Gewinnern: „Wir teilen die Einschätzung der Projektleitung: Wer Briefe schreibt, nimmt sich als Gestalterin des eigenen Lebens wahr. Das kann helfen, sich aus der Einsamkeit zu befreien."
Die Abgeordneten weiter: „Einsamkeit ist ein Thema, das alle betreffen kann – ältere und jüngere Menschen, Eltern, chronisch Kranke, Menschen mit Behinderungen oder Menschen mit Migrationsgeschichte. Einsamkeit hängt mit vielen Dingen zusammen: Mit Gesundheit, Geld, der eigenen Lebenssituation, aber auch damit, wie und wo jemand wohnt. Deshalb brauchen wir eine klare Strategie gegen Einsamkeit: Mit festen Anlaufstellen vor Ort und mit Raum für kreative Ideen, die echte Begegnungen möglich machen.“
Der Ideenwettbewerb geht zurück auf die erste Landesstudie „Einsamkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt – Baden-Württemberg“, die im November 2025 veröffentlicht wurde. An dem Wettbewerb haben sich 323 gemeinnützige Organisationen und Initiativen, Kommunen und Vereine beteiligt. Eine 16-köpfige Fachjury wählte 35 Projekte aus, die zwischen rund 4000 und 30.000 Euro erhalten. Insgesamt beträgt das Preisgeld 875.000 Euro.
Das Karlsruher Projekt Regionales Brieffreundschafts-Netzwerk der Citykirche umfasst neben der Vermittlung von Brieffreundschaften regelmäßig Impulse sowie Schreib- und Kreativworkshops.
Wir freuen uns über die Veröffentlichung in Ihrem Medium und stehen bei Fragen gerne zur Verfügung. Die Veröffentlichung des Sozialministeriums finden Sie hier.