Gute Nachrichten für digitale Innovation made in der Region Karlsruhe: Das baden-württembergische Konsortium rund um das FZI Forschungszentrum Informatik, der „European Digital Innovation Hub applied Artificial Intelligence and Cybersecurity (EDIH-AICS)“, erhält weitere drei-Jahres-Förderung in Höhe von 720.000 Euro.
Der Verbund aus neun Kernpartnern hat sich erfolgreich für die zweiten Förderperiode der Ausschreibung der Europäischen Kommission beworben. Im EDIH-AICS bündeln führende Akteure aus Karlsruhe und der Region ihre Kompetenzen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und Cybersicherheit.
Der Digital Hub unterstützt und berät kleine und mittlere Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen bei der Digitalisierung ihrer Geschäfte und bietet vielfältige Hilfestellungen für die grüne und digitale Transformation.
„Die Förderung zeigt, wie stark Karlsruhe im Bereich der Künstlichen Intelligenz ausgestellt ist“, freuen sich die beiden Landtagsabgeordneten Dr. Ute Leidig und Benjamin Bauer. „Das Innovationszentrum stärkt unsere Unternehmen. Es bringt Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit sicher und praxisorientiert in die Anwendung. Damit wird nicht nur Fortschritt ermöglicht, sondern auch die europäische digitale Souveränität gestärkt“, so Ute Leidig. Benjamin Bauer ergänzt: „Die Fächerstadt ist einer der führenden Standorte in Deutschland für die Entwicklung und Anwendung Künstlicher Intelligenz, darauf sind wir stolz.“
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums.
Hintergrundinformationen:
EDIH AICS
Der EDIH AICS (https://edih-aics.eu/) hat in der ersten Förderphase zahlreiche Angebote für KMU und öffentliche Einrichtungen in den vier Aktionsfeldern Produktion, Mobilität, Energie, Handel & Services sowie Verwaltung/Kommunen etabliert. Gleichzeitig zeigte sich, dass im Innovationsökosystem weiterhin erhebliche Hürden bestehen – insbesondere Bedenken hinsichtlich der Umsetzung der KI-Gesetzgebung, der Datensicherheit und des Schutzes von KI-Systemen. Diese können den Einsatz von KI-Technologien hemmen. Das Ziel von EDIH-AICS 2.0 ist es, sich als dynamisches und vernetztes Kompetenzzentrum für vertrauenswürdige und sichere KI sowie digitale Dienstleistungen zu etablieren. Kernaufgabe des Zentrums ist es, KMU, mittelgroße Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in Baden-Württemberg, Deutschland und Europa bei einer verantwortungsvollen und nachhaltigen digitalen Transformation zu unterstützen und dabei Innovationskraft, digitale Souveränität und Nachhaltigkeit durch die Expertise von neun erfahrenen Partnern, ein breites Serviceportfolio entlang unterschiedlicher digitaler Reifegrade sowie eine starke regionale und europäische Vernetzung zu stärken. Die neun Kernpartner des EDIH AICS sind:
· FZI Forschungszentrum Informatik (Konsortialführer),
· Steinbeis 2i GmbH,
· DIZ Digitales Innovationszentrum GmbH,
· CyberForum e.V.,
· Karlsruher Institut für Technologie KIT,
· Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB),
· Hochschule Karlsruhe,
· Technologieregion Karlsruhe GmbH und
· CAS Software AG.
European Digital Innovation Hub-Netzwerk
Die EU-Kommission hat in einer ersten Förderrunde mit Mitteln des „Digital Europe Programme“ ein europaweites Netzwerk an European Digital Innovation Hubs (EDIHs) geschaffen, welches die strukturelle Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen, mit Schwerpunkt KMU, befördern soll. Im Zentrum stehen vor allem Wachstumsbereiche wie KI, High-Performance Computing und Cybersicherheit. Auch die Digitalisierung des öffentlichen Sektors soll durch die EDIHs unterstützt werden. Die europäischen digitalen Innovationszentren sind sowohl lokale als auch europaweit vernetzte Anlaufstellen. Die EU-Kommission sieht die EDIHs im Rahmen des „AI Continent Action Plan“ als Bindeglied zwischen den Hauptakteurinnen und -akteuren des KI-Ökosystems und als Erfahrungszentren für KI, die bei der Anwendung von sektorspezifischen KI-Lösungen unterstützen. Am 03.04.2025 veröffentlichte die EU-KOM den Aufruf EDIH 2.0, bei dem sich die bisherigen EDIHs erneut für eine Laufzeit von drei Jahren (2026 – 2029) bewerben konnten. In Deutschland gibt es laut der Webseite der EU-KOM derzeit 17 EDIHs, in Europa insgesamt 227 EDIHs, von denen 151 von der EU gefördert werden. Beide Konsortialführer sind zugleich Teil der Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW).
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