Sehr geehrter Frau Ministerin Walker, liebe Thekla,
in den letzten Wochen haben mich mehrere Schreiben zu einer Lärmbelästigung in Karlsruhe erreicht. Es geht um eine vor einer Weile installierte Rückkühler-Anlage, die laut Angaben der Bürger*innen ein dauerhaftes, tieffrequentes Brummen verursacht. Dieses wird als Lärm- und Körperschallbelästigung wahrgenommen und als Ursache für gesundheitliche Einschränkungen wie Schlafmangel und erhöhtes Risiko von Herzinfarkten angeführt. Mir wurde auch berichtet, dass sich die Stadtverwaltung Karlsruhe der Sache bereits angenommen habe, allerdings erkennen die Bürger*innen keinen Fortschritt bei der Lösungsfindung. Um hier mehr Klarheit zu erlangen, bitte ich um Einschätzung der Problematik und Beantwortung folgender Fragen.
· Welche Fälle von Lärmbelästigung durch tieffrequentes Brummen, erzeugt von modernen Kühl- und Heizanlagen, sind dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft bekannt? Welche konkreten Ursachen konnten für die Fälle ausgemacht werden? Welche Maßnahmen sind dem Ministerium bekannt, um dem tieffrequenten Brummen abzuhelfen?
· Die Bürger*innen berichten mir, dass offizielle Messungen tiefe Frequenzen nicht ausreichend berücksichtigen würden und eigene Messungen zu deutlich anderen Werten führten. Welche Verfahren sind zur Messung von tiefen Frequenzen in diesem Fall vorgeschrieben? Inwiefern sind die Kommunen ausreichend über diese Verfahren informiert? Welche Evaluierungsmechanismen sind hier im Einsatz? Wie beurteilt das Ministerium die Ergebnisse?
· Wie beurteilt das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in diesem Zusammenhang die Vorgaben der „TA Lärm“: Sind Änderungen im Bereich der Messung von tieffrequentem Schall erforderlich? Falls ja: Welche Schritte wurden bereits unternommen, diese Änderungen zu veranlassen?
Sehr geehrter Frau Ministerin, liebe Thekla,
die Bürger*innen beschreiben ihr Leiden eindrücklich. Deshalb ist es mir ein Anliegen, von der Landesregierung eine fundierte Einschätzung der Problematik zu erhalten. Vielen Dank vorab für die Beantwortung.
Herzliche Grüße
Dr. Ute Leidig
Die Antwort der Ministerin finden Sie hier:
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